Der Umwelt zuliebe

In seiner Sozial-Enzyklika“Caritas in Veritate“ forderte Papst Benedikt XVI., die nicht erneuerbaren globalen Energieressourcen zu schonen und diese unter Einbeziehung der armen Länder gerechter zu verteilen. Auch die Suche nach alternativen Energien sollte im Sinne des Umweltschutzes vorangetrieben werden.

"... diese Verantwortung ist global, weil sie nicht nur die Energie, sondern die ganze Schöpfung betrifft, die wir den neuen Generationen nicht ausgebeutet hinterlassen dürfen...“ (aaO S. 81).

In diesem Sinne übernimmt auch unsere Gemeinschaft Verantwortung: ökologische, wirtschaftliche und soziale Gründe haben uns bewogen, unseren Haupt-Wärmebedarf mit erneuerbaren Energien aus der Region zu decken.

 

Gegenüber dem Pflegeheim St. Maria befindet sich ein Pelletlager und eine Pelletsheizung mit zugehörigen Pufferspeichern.

Holzpellets sind kleine zylindrische Presslinge aus naturbelassenem Holz, in erster Linie aus Säge- und Hobelspänen (Länge: 20 mm, Durchmesser: 6 mm).

Der Primär-Energiefaktor von Pellets liegt bei Faktor 0,2. Das heißt: Für 1 kW Heizwärme müssen zur Erzeugung der Pellets 0,2 kW an Primärenergie aufgewendet werden (zum Vergleich: bei Heizöl liegt der Faktor bei 1,1; beim Strom-Mix bei 2,7).

Pellets verbrennen weitgehend CO2-neutral. Sie geben also nur das CO2 ab, das während des Wachstums des Holzes eingebunden wurde. Beim Verrotten des Holzes würde CO2 in gleicher Menge wie bei der Verbrennung freigesetzt. Somit leisten Pellets einen wertvollen Beitrag zur Schonung der Umwelt. Umweltschäden, wie sie durch die Gewinnung und den Transport von Öl entstehen, werden vermieden.

Bei jeder Lieferung verlangen wir eine Bestätigung, dass die Pellets aus der Region sind, und einen Nachweis, von wem sie produziert wurden.

Die Nennwärmeleistung unserer Heizung liegt bei 540 kW (Dauerleistung 480 kW). Durch die neue Heizung werden ca. 80% unseres Wärmebedarfs mit regenerativen Brennstoffen abgedeckt. Der bisherige Ölheizkessel dient noch als Spitzenlastkessel und wird über eine moderne Kesselfolgeschaltung nur an sehr kalten Tagen hinzugeschaltet.

Der Ascheanfall soll im Garten zur Bodenverbesserung kompostiert werden. Im Nebenraum der Heizung können 60 Tonnen Pellets lagern. Am 05. November 2009 ging die neue Pelletsheizung des Klosters in Probebetrieb.