Im Zentrum des Festes Maria Heimsuchung steht der bei Lukas berichtete Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabeth.
(Lk 1, 39 – 56).
„In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.“

Vom Heiligen Geist erfüllt, ruft Elisabeth auf den Gruß Marias:
„Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“
Voll Freude über das heilvolle Handeln Gottes preist Maria den Herrn im Magnificat:
„Meine Seele preist die Größe des Herrn.“

Visitatio – Heimsuchung – Besuch
Zwei Frauen begegnen sich herzlich.
Sie gehen aufeinander zu, begrüßen sich, umarmen einander.
Sie können sich leibhaftig spüren, einander mitteilen was sie durchlitten haben und was an Hoffnung in ihnen ist.

Maria und Elisabeth, die Begegnung der beiden Frauen kann ein Bild sein für die Begegnung der Menschen untereinander.
Es gibt Begegnungen, auf die freuen wir uns, und es gibt welche, vor denen man in der Nacht zuvor kein Auge zutut;
Manche Begegnung wird zum unvergesslichen Erlebnis und es verändert ein Leben.
Was ist Begegnung?
Bloßes Erscheinen voreinander ist noch keine Begegnung.
Erst wenn zwei miteinander in Kontakt kommen, wenn eine Stimme auf offene Ohren trifft, die „hören“ können
Oder wenn einer für den anderen Augen hat, die erkennen, dann kann daraus eine Begegnung werden.

Manchmal
wenn sich zwei Menschen
begegnen
passiert etwas Wunderbares:
Zwei Instrumente
gleich gestimmt
spielen die gleiche Melodie

Eine Melodie
zwischen hier und dort
zwischen gestern und morgen
zwischen dir und mir.

(Andrea Schwarz; ich mag Gänseblümchen)

Bild: Heimsuchung Verlag Ver Sacrum